2. Regionaler Schul- und Berufsinformationstag

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Mit im Boot waren zahlreiche Firmen aus der Gemeinde und dem Enzkreis, die ihre Produkte vorstellten, über Ausbildungsmöglichkeiten, Anforderungsprofile und Bewerbungsverfahren informierten, sowie Banken und Sparkassen, die Polizeidirektion Pforzheim, die Kfz-Innung, verschiedene weiterführende Schulen, das Bürgermeisteramt der Gemeinde und die Agentur für Arbeit Pforzheim. Neben reichlich Informations-, Werbe- und Anschauungsmaterial gab es Fachvorträge zu verschiedenen Berufsbildern, wie Kraftfahrzeugmechaniker oder Bankkaufmann/-frau, und nicht zuletzt zum Thema „Erfolgreich bewerben und sich präsentieren.“ Bereits am Vormittag hatte Bürgermeister Bernd Kielburger eine Schülergruppe durchs Rathaus geführt und über Verwaltungsberufe Auskunft gegeben. „Schule vor Ort trifft auf Ausbilder vor Ort“, brachte es Rektor Dieter König zur Eröffnung der gut angenommenen Veranstaltung auf den Punkt. „So etwas nennt man eine Win-Win-Situation. Dabei können alle nur gewinnen.“ Königs Stellvertreter und Mitorganisator Hans-Martin Bratzel unterstrich, „dass die Willy-Brandt-Realschule ein greifbares, Berufswelt offenes Profil hat, soll heute an unserem 2. Schul- und Berufsinformationstag erlebbar werden.“
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Initiatorin Verena Hermann, die Vorsitzende des Fördervereins, betonte, „es ist wichtig, den Jugendlichen bereits ab der achten Klasse die Perspektive aufzuzeigen, dass sie mit ihren schulischen Leistungen schon jetzt entscheidenden Einfluss auf ihr Leben nach der Schule nehmen.“ Ulrike Wolfinger, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit in Pforzheim, riet den Schülern, jede Menge Informationen zu sammeln, die schließlich zusammengesetzt wie Puzzleteile die Entscheidung erleichtern könnten. Sie hatte überdies Erfreuliches zu berichten: „Die Zehntklässler, die noch am Suchen sind, sind die großen Gewinner. Noch nie hatten wir so viele offene Ausbildungsstellen in den vergangenen 15 Jahren.“ Sie empfahl, „bleibt ordentlich dran. Die Chancen sind besser denn je, noch etwas zu finden.“ Allerdings wolle sie auch nicht verschweigen, dass die Ausbilder – trotz vieler offener Lehrstellen – sehr auf gute Noten und die Qualität der Bewerber achten. Wolfinger riet ausdrücklich Praktika zu absolvieren, und legte den Mädchen ans Herz, sich auch über technische Berufe, etwa am 24. April beim Girls Day, zu informieren. Die gute Situation auf dem Lehrstellenmarkt sei dem Erfolg der Betriebe zu verdanken, sagte Bürgermeister Kielburger. „Ihr seid diejenigen, die die Zukunft dieser Betriebe sichern können“, rief er den Jugendlichen zu. Diese führten unter anderem Interviews mit den Firmenvertretern, präsentierten das Lampen-Projekt ihrer Schülerfirma und zeigten sich insgesamt sehr angetan von der Veranstaltung. Der 14-jährige Urs etwa, der sich vor allem für Berufe wie Industriemechaniker und Mechatroniker interessiert, sagte, „ich find' das super, weil man sich hier umschauen kann, welche Firmen was machen, und weil man Informationen über die Firmen bekommen kann. Wenn man mehr darüber weiß, hat man, denke ich, auch mehr Chancen.“ Der gleichaltrige Lukas stimmte ihm zu. Für ihn war es wichtig, zu wissen „wo man sich bewerben kann, wie die Ausbildungschancen sind“, und welche Firma Werkzeugmechaniker oder Mechatroniker ausbildet. Auffallend viele Mädchen dagegen interessierten sich stark für die weiterbildenden Schulen. ufa